Chronik: Marlitts Leben und Werk

1825: Friederike Henriette Christiane Eugenie John wurde am 05.12.1825 im letzten Haus der Galerie am Markt Nr. 12 in Arnstadt als Tochter des Kaufmanns Johann Friedrich Ernst John und der Christiane Wilhelmine Johanna, geborene Böhm, geboren.
1841: Eugenie begann ihre Gesangsausbildung am Hof zu Schwarzburg-Sondershausen.
1844: Fürstin Mathilde schickte Eugenie zur weiteren Gesangsausbildung nach Wien. Den Aufenthalt bei der Familie von Huber bezeichnete sie später als die glücklichste Zeit ihres Lebens.
1846: Fürst Günther Friedrich Carl ernannte sie am 15.09. zur Kammersängerin.
08.03.1847: erste Auftritte der Kammersängerin Eugenie John in Leipzig in der Oper "Das Nachtlager von Granada";
Dieser Auftritt war aufgrund ihres großen Lampenfiebers kein guter Einstand.
1848: Sie kehrte nach Wien zurück, wurde an der Wiener Hof-Oper engagiert und trat als "Fräulein Arnstadt" auf.
31.08.1853: Tod ihrer Mutter
Fürstin Mathilde, mittlerweile geschieden, stellte Eugenie als Gesellschafterin, Vorleserin und Krankenpflegerin ein. Sie bereiste mit ihr Süddeutschland und wohnte viele Jahre in München.
1863: Eugenie kehrte nach Arnstadt zurück. Die Fürstin Mathilde sah sich infolge finanzieller Schwierigkeiten gezwungen, Eugenies Dienstverhältnis zu kündigen und ordnete ihr eine kleine Rente zu. Ihr Bruder Alfred, Oberlehrer in Arnstadt, nahm sie auf. Alfred John bewohnte in dieser Zeit ein Gartenhaus, gelegen im Gelände hinter dem Haus Zimmerstraße 16, früher bekannt als "Haus zum Pelikan".
1865: Die Erzählung "Die zwölf Apostel" erschien in dem Familienblatt "Die Gartenlaube". Unter dem Pseudonym E. Marlitt wurde Eugenie freie Mitarbeiterin der "Gartenlaube".
1866: Die Erzählung "Blaubart" und der Roman "Goldelse" wurden veröffentlicht. Marlitts erster Roman wurde ein echter Erfolg.
1867: Der zweite Roman "Das Geheimnis der alten Mamsell" übertraf den Erfolg des ersten Romans. Marlitts Romane erschienen unmittelbar nach der Veröffentlichung in der Gartenlaube in Buchform in Keils Verlag.
1868: Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich und ihre Leiden zwangen sie in den Rollstuhl. Sogar das Schreiben bereitete ihr physische Schmerzen.
Umzug in die Plauesche Straße Nr. 12
1870: Roman "Reichsgräfin Gisela"
1871: Roman "Das Heideprinzesschen"
29.07. E. Marlitt bezog ihre "Villa Marlittsheim" in der "Hohen Bleiche", der späteren Marlittstraße, mit ihrem Vater und der Familie ihres Bruders Alfred.
19.07.1873: Tod ihres Vaters
1874: Roman "Die zweite Frau"
1876: Roman "Im Hause des Kommerzienrates"
1878: Der Tod des Verlegers Ernst Keil traf Marlitt hart.
1879: Roman "Im Schillingshof"
1881: Roman "Amtmanns Magd"
1885: Roman "Die Frau mit den Karfunkelsteinen"
1886: Die Marlitt begann mit der Arbeit am "Eulenhaus", welches sie nicht vollendet.
22.06.1887: E. Marlitt starb und wurde zwei Tage später auf dem Alten Friedhof beerdigt.
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